Ich und Thun
Ich bin in Thun geboren und habe hier – zusammen mit meinen Eltern und meiner älteren Schwester – meine ersten Lebensjahre verbracht. Nach einigen Jahren in Heimberg und Uetendorf zog meine Familie rechtzeitig zu meinem Übertritt in die Sekundarschule wieder nach Thun zurück. Meine obligatorische Schulzeit schloss ich in der Progymatte ab.
Meine erste Ausbildung absolvierte ich als Metallographin. Mich faszinierten die Arbeit am Mikroskop ebenso wie die naturwissenschaftlichen Zusammenhänge dahinter. Als junge Frau zog es mich – auch wegen des vielfältigen Kulturangebots – nach Bern. Berufliche Stationen führten mich zur Rolex SA in Biel und später an die Empa, zunächst nach Dübendorf. Dort absolvierte ich Weiterbildungen in Werkstofftechnologie und Schadensfallanalytik.
In Zürich wurde ich Mutter meines ersten Kindes. Mit der Familiengründung wuchs der Wunsch, wieder näher bei unseren Eltern und in der Bergwelt zu leben – und so kehrten wir nach Thun zurück. Hier setzte ich meine berufliche Tätigkeit an der Empa Thun fort. In Thun kam auch unser Sohn zur Welt – damit sind beide unserer Kinder hier verwurzelt.
Die Erfahrung als berufstätige Mutter hat mein politisches Engagement geprägt. Ich begann, mich für Chancengleichheit einzusetzen. Später beschäftigte mich zunehmend die Thuner Verkehrspolitik, die ich als nicht zukunftsgerichtet empfand. Deshalb absolvierte ich eine Weiterbildung in nachhaltiger Mobilität und Raumplanung – und wagte auch beruflich einen neuen Schritt: Als Mitinhaberin einer GmbH machte ich mich selbstständig. Als Unternehmerin konnte ich meine strategischen Fähigkeiten, meine Entscheidungsfreude und meine Führungserfahrung voll einbringen.
Politisch engagiere ich mich seit 2007 – zunächst als Stadträtin, ab 2014 als Grossrätin und seit 2018 als Gemeinderätin. In beiden Parlamenten durfte ich als Fraktionspräsidentin Verantwortung übernehmen.
Meine Erfahrung ist breit gefächert: auf städtischer Ebene in den Bereichen Finanzen, Klima, Energie, Mobilität, Personal, IT und dem Bauen; auf kantonaler Ebene insbesondere in der Gesundheits- und Sozialpolitik sowie in der Raum- und Verkehrspolitik.
Ich bin überzeugt – und meine Erfahrung zeigt es immer wieder: Gute Lösungen entstehen im Dialog. Die enge Zusammenarbeit mit allen Beteiligten lohnt sich.
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Regula Rytz, ehem. Partei Präsidentin Grüne Schweiz, Heimweh-Thunerin, ehem. Gemeinde- und Nationalrätin.