Übergangswohnungen schaffen – echte Perspektiven nach dem Frauenhaus

Im Kanton Bern gibt es endlich einen Schritt vorwärts, um Frauen nach einem Aufenthalt im Frauenhaus nachhaltige Perspektiven zu geben. Dank des Engagements von Ehrenamtlichen und ihrem politischen Einsatz konnte das Projekt «LibElle» als Übergangslösung für Frauen und Kinder nach dem Frauenhaus etabliert werden – und wird nun vom Kanton Bern zur Staatsaufgabe gemacht.

Wie im Artikel der Hauptstadt berichtet, war der Weg nach dem Frauenhaus bisher oft offen oder mit grossen Hürden verbunden. Der Schutz dort ist wichtig, aber nur zeitlich begrenzt. Viele Frauen brauchen mehr Zeit und sichere Wohnformate, bevor sie dauerhaft in den eigenen vier Wänden Fuss fassen können. «LibElle» bietet genau das: Wohnraum für mehrere Monate, soziale Begleitung und die Chance, wieder Tritt zu fassen, bevor der endgültige Wohnungswechsel gelingt.

Ich habe mich als Mitglied des Marronatskomitee und Grossrätin aktiv für diese Lösung eingesetzt, weil Schutz nicht am Ausgang eines Frauenhauses enden darf. Es braucht nahtlose Anschlussangebote, die Sicherheit, Zeit und Perspektive geben – und damit langfristig auch Druck vom sozialen Wohnungsmarkt nehmen. Die Übernahme dieses Angebots durch den Kanton ist ein wichtiger Fortschritt in der Opferhilfe und der Wohnungspolitik.

➡️ Weil Sicherung von Wohnraum ein Grundpfeiler für ein selbstbestimmtes Leben ist.

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