Newsletter #8
Liebe Leserinnen und Leser,
in dieser besinnlichen Lichterzeit möchte ich mit euch auf meine politische Arbeit auf Kantons- und Stadtebene blicken und zugleich meine immer noch anhaltende Freude über das nationale Abstimmungsergebnis teilen. Gerade in einer Welt, die gefühlt auf dem Kopf steht, ist es besonders wertvoll, positive Entwicklungen gemeinsam zu teilen.
Auf Bundesebene: Nein zur Autobahnabstimmung – Ein klarer Schritt für die Mobilitätswende
Ich freue mich noch immer über das Ergebnis der Abstimmung zum Autobahnausbau! Die Mehrheit der Stimmbevölkerung hat erkannt, wie wichtig es ist, den Fokus auf neue, nachhaltige Mobilitätsformen zu legen. Die Notwendigkeit, Mobilitätslösungen zu entwickeln, die Umwelt und Ressourcen schonen, wurde klar bestätigt. Für mich liegt die Lösung in einem Zusammenspiel aus neuen Technologien, der Förderung des Fuss- und Veloverkehrs sowie einem gestärkten öffentlichen Verkehr – besonders in den Agglomerationen.
Ein Beispiel aus Thun: Der Gemeinderat setzt sich für eine attraktivere Gestaltung des öffentlichen Verkehrs ein. Besonders erfreulich ist die Zustimmung des Stadtrats zum Kredit für einen Versuchsbetrieb der neuen Tangentiallinie. Diese Linie wird ab 2026 das Thuner Westquartier mit Steffisburg verbinden und den Bahnhof Thun entlasten. Damit erschließen wir ein Gebiet mit 19'000 Menschen, ohne das Potenzial geplanter Arealentwicklungen mitzuzählen. Ein Projekt, das unsere regionale Mobilität erheblich verbessern wird!
Auf Kantonsebene: Blindes Sparen gefährdet Zukunft und Nachhaltigkeit
Weniger erfreulich war das kantonale Budget und der Finanzplan, eines der Hauptgeschäfte der Wintersession des Grossen Rates. Die bürgerliche Mehrheit beschloss eine Verdopplung der Investitionsbremse, was wichtige Projekte blockiert, etwa im Bildungsbereich oder bei Bauvorhaben im Berner Jura. Trotz überschüssigem Staatshaushalt wurde hier ideologisch entschieden. Es ist Zeit für ein ernsthaftes Klima-Investitionsprogramm und mehr Prämienverbilligungen statt weiteren Spardruck.
Doch es gab auch erfreuliche Erfolge: Mehrere meiner überparteilichen Vorstösse wurden behandelt und fanden Zustimmung. Hier einige Beispiele:
Energiepolitik: Dank meiner überparteilichen Motion sollen Gemeinden bei der Planung und dem Bau von nachhaltigen energietechnischen Anlagen, wie dem Ausbau von Fernwärme, besser unterstützt werden.
Pflege: Mein Postulat «Stopp mit Medikamenten-Cocktails in Altersheimen» in Altersheimen» wurde einstimmig angenommen. Es fordert Massnahmen gegen die hohe Polymedikation in Altersheimen durch interprofessionelle Zusammenarbeit und regelmässige Medikationsüberprüfungen. Ein geplantes Pilotprojekt bringt Hoffnung auf nachhaltige Lösungen.
Wohn- und Arbeitsraum: Ein weiterer Erfolg war die Annahme meiner Motion für flexiblere gesetzliche Grundlagen, die moderne Bautechniken und bessere Nutzung von Bauzonen ermöglichen. So kann zusätzlicher Wohn- und Arbeitsraum geschaffen und eine schonende Nutzung unserer Landressourcen gewährleistet werden.
Sozialhilfe: Meine überparteiliche Motion zu Beschäftigungs- und Integrationsangeboten der Sozialhilfe wurde einstimmig überwiesen. Sie fordert eine Evaluation und Einbeziehung der Gemeinden in die Neuausrichtung dieser Angebote.
Schutzplätze für gewaltbetroffene Frauen: Besonders am Herzen liegt mir der Erfolg der Motion für mehr Schutzplätze und langfristige Perspektiven für gewaltbetroffene Frauen und Kinder.
Auf Stadt-Ebene: Thun setzt Akzente in Mobilität und Klimaschutz
Auch in Thun gibt es Entwicklungen in meinem politischen Verantwortungsbereich, die mich freuten. So fand der vorausschauend geplante Budgetprozess für eine verantwortungsvolle und nachhaltige Steuersenkung mit einer Mehrheit im Stadtrat und 92.9 % Zustimmung der Stimmbevölkerung einen erfolgreichen Abschluss. Das zeigt, dass sachliche Politik überzeugt.
Ein weiterer Grund zur Freude ist das erhaltene Goldlabel der Energiestadt Thun. Diese Auszeichnung unterstreicht die konsequente Arbeit für Klimaschutz und Energieeffizienz der Stadt Thun. Gefeiert wurde dies beim Foodsave-Bankett auf dem Rathausplatz. Mit 450 Portionen Kürbissuppe und 180 kg Gemüsestroganoff zeigten die Organisator:innen, wie Klimaschutz durch weniger Abfall und bewusste Lebensweise gelingen kann.
Ein weiteres Highlight war der 20. Mobilitätsapéro der Stadt Thun. Dort diskutierten wir mit Expert:innen aus Wirtschaft und Politik über die Zukunft der Mobilität. Ansätze zu smarten Antrieben, selbstfahrenden Fahrzeugen und Kreislaufwirtschaft wurden vorgestellt. Die Dekarbonisierung der Mobilität ist möglich und bereits auf dem Weg!
Lichterzeit – Ein Blick nach vorn
Die letzten Tage dieses Jahres sind von einer besonderen Atmosphäre der Hoffnung und des Neuanfangs geprägt. Gemeinsam haben wir wichtige Schritte gemacht, doch die Herausforderungen bleiben vielfältig. Soziale Gerechtigkeit, die Energiewende und nachhaltige Mobilität bleiben zentrale Themen, die wir im kommenden Jahr entschlossen vorantreiben müssen.
Ich danke euch allen für eure Unterstützung. Mich erreichen immer wieder mich ermutigende Worte, die mich in meiner politischen Arbeit bestärken. Das gibt mir Kraft und freue mich auf die kommenden Herausforderungen – gemeinsam können wir viel erreichen!
Ich wünsche euch eine besinnliche Zeit mit viel Licht in der dunklen Jahreszeit. Möge uns das neue Jahr mehr Menschlichkeit und Demut bringen und uns helfen, den Blick verstärkt auf das nötige innere Wachstum zu richten!
Herzliche Grüsse,
Andrea de Meuron
Grossrätin & Gemeinderätin Stadt Thun
PS: Die erwähnten Vorstösse sind verlinkt und nachlesbar. Weitere Informationen und spannende Beiträge findet ihr auf meiner Webseite und meinen sozialen Kanälen. Meldet euch gerne mit Fragen oder Anregungen!